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Peter-H. Winter aus Bamberg fragt:
Was hat der Weihnachtsstern mit Weihnachten zu
tun? Und stimmt es, dass die roten Blätter der
Pflanze ein tödliches Gift enthalten?
(Montag, 15.12.03):
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Weihnachtsstern,
auch Christ- oder Adventsstern, lat. Euphorbia pulcherrima.
Strauchartige Pflanze aus der Familie der Wolfsmilchgewächse,
die zwischen November und Februar blüht und wegen ihrer farbenprächtigen,
meist feuerroten Hochblätter als weihnachtlicher Zimmerschmuck
geschätzt wird. Der Weihnachtsstern stammt aus Mexiko, hieß
bei den Azteken Cuitla-xochil und war die Lieblingspflanze von Montezuma
II. (*1466 1520). 1804 brachte der Naturforscher und
Weltreisende Alexander von Humboldt
(*1769 1859) erste Exemplare nach Europa. Doch ist es einem
Gesandten der USA in Mexiko,
Joel Robert Poinsett, zu verdanken, dass die ursprünglich
nach ihm unter der Nomenklatur Poinsettia pulcherrima klassifizierte
Pflanze zum Klassiker unter den Weihnachtsblühern wurde. Er
importierte den Weihnachtsstern 1834 nach Kalifornien, wo sich noch
heute die wichtigsten Zuchtstätten befinden. In Europa wurde
er erst hundert Jahre später durch die Holländer populär,
die ihn unter dem Namen Prachtwolfsmelk auf den Markt
brachten. Und in Deutschland kultiviert man den Weihnachtsstern
seit den 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts als Topfpflanze, die
dank erfolgreicher Züchtung längst auch unter den Bedingungen
geheizter Räume gedeiht. Mittlerweile gibt es lachsrosé,
rahmweiß und cremefarben blühende Weihnachtssterne, wenngleich
sich die feuerrote Blüte nach wie vor der größten
Beliebtheit erfreut. Da die meisten Wolfsmilchgewächse giftig
sind, gehen in der Weihnachtszeit häufig Anfragen besorgter
Eltern bei den Notrufzentralen ein, denn die intensive Blattfärbung
lässt offenbar diese Pflanze manchem Kleinkind als appetitlich
erscheinen. Außer gelegentlichen Magen-Darm-Beschwerden nach
dem Verzehr von ein oder zwei Blättern sind ernstere Gesundheitsgefahren
für den Menschen nicht zu befürchten. Hilfreich ist es,
reichlich Wasser zu trinken zu geben. Im Zweifelsfall sollte ein
Arzt hinzugezogen werden. Zu schwereren Verläufen bis zum Tod
kann es allerdings bei Haustieren wie Hund, Katze, Meerschwein oder
Kaninchen kommen (
Katastrophe).
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Peter H. Winter from Bamberg asks:
What has the Christmas star to do with Christmas?
And is it correct that the red sheets of the plant contain
a deadly poison?
(Monday, 15.12.03):
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Christmas star,
or poinsettia, Latin Euphorbia pulcherrima. A shrubby spurge that
flowers between November and February and because of its colorful,
usually scarlet bracts is appreciated as a Christmassy indoor decoration.
The poinsettia originates from Mexico, was called Cuitla-xochil
by the Aztecs and was the favorite plant of Montezuma
II. (*1466 1520). In 1804 the naturalist and world
traveler Alexander von Humboldt
(*1769 1859) brought the first specimens to Europe. But we
owe it to the American envoy in Mexico, Joel
Robert Poinsett that the plant, originally classified as
Poinsettia pulcherrima, became a classic Christmas floral. He imported
the 'Christmas star' to California in 1834 where until this very
day the most important cultivation sites can be found. In Europe
it was made popular only one hundred years later by the Dutch, who
marketed it under the name of Prachtwolfsmelk. And in
Germany, the poinsettia has been cultivated since the 50s of the
past century as a pot plant which - thanks to a successful strain
- has long been able to flourish under the conditions of heated
rooms. In the meantime soft pink, off-white and creamy-colored poinsettias
are also available, even if the scarlet flower still remains the
most popular variety. As most spurges are poisonous, frantic parents
frequently call emergency services during the Christmas season,
as the intensive color of the bracts seems to make them an appealing
choice for many toddlers. Except for occasional tummy problems after
consuming one or two bracts, more serious health hazards need not
be feared for man. It is helpful to drink plenty of water. If in
doubt, consult a physician. More severe cases which may even lead
to death can occur among pets such as dogs, cats, guinea pigs or
rabbits (catastrophe,
Katastrophe).
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