| Weihnachtsmann,
löste als Gabenbringer zu Weihnachten Anfang des 19. Jh. das
Christkind
ab, zunächst in protestantischen Ländern.
Sein Vorbild ist der
Nikolaus.
Zu großer Popularität verhalf ihm (ca. 1835) das Gedicht
Morgen kommt der Weihnachtsmann von Friedrich
Hoffmann von Fallersleben (* 1798 † 1874), dem Dichter
des Deutschlandlieds:
| |
| (1) Morgen kommt der Weihnachtsmann,
kommt mit seinen Gaben.
Trommel, Pfeifen und Gewehr,
Fahn’ und Säbel und noch mehr,
ja, ein ganzes Kriegesheer
möcht’ ich gerne haben.
(2) Bring uns, lieber Weihnachtsmann,
bring auch morgen, bringe
einen Stall mit viel Getier,
Zottelbär und Panthertier,
Ross und Esel, Schaf und Stier,
lauter schöne Dinge.
(3) Doch du weißt ja unsern Wunsch,
kennst ja unsre Herzen.
Kinder, Vater und Mama,
auch sogar der Großpapa,
alle, alle sind wir da,
warten dein mit Schmerzen.
|
 |
(Da der Anfang mit der weihnachtlichen Botschaft Friede auf
Erden nicht recht zusammenpasst, wurden die ersten beiden
Strophen später von Hilger
Schallehn umgedichtet:
| |
| ((1) Morgen kommt der Weihnachtsmann,
kommt mit seinen Gaben.
Bunte Lichter, Silberzier,
Kind mit Krippe, Schaf und Stier,
Zottelbär und Pantertier
möchte’ ich gerne haben.
(2) Bring uns, lieber Weihnachtsmann,
bring auch morgen, bringe
eine schöne Eisenbahn,
Bauernhof mit Huhn und Hahn,
einen Pfefferkuchenmann,
lauter schöne Dinge.
|
 |
In dieser Form und zu der Melodie eines französischen Salonliedes
ging das Gedicht in den Bestand gern gesungener
Weihnachtslieder
ein.)
Seinen roten Mantel verdankt der Weihnachtsmann übrigens der
Coca-Cola-Company. 1932 beauftragte sie den Werbezeichner Haddon
Sundblom damit, dem Weihnachtsmann zur Vermarktung ihres
Erfrischungsgetränks ein möglichst sympathisches Outfit
zu verleihen. Sundbloms
pausbäckige Großvaterfigur – mit weißem Rauschebart,
im roten Mantel mit weißem Pelzbesatz – hat unser Bild
vom Weihnachtsmann geprägt und liefert inzwischen auch für
heutige Nikolaus-Kostüme
das allein glaubhafte Vorbild.
|
Santa
Claus, as the bringer of gifts he replaced the Christ-child
( Christkind)
at Christmas in the early 19th Century, initially
in Protestant countries. Its model is St. Nicholas
(
Nikolaus). He acquired major popularity (ca. 1835) through
the poem Morgen kommt der Weihnachtsmann (Santa is coming tomorrow)
by Friedrich Hoffmann von Fallersleben
(* 1798 † 1874), the writer of the German National Anthem.
(1) Santa is coming tomorrow / bringing
all his gifts. / Drums, whistles and rifle, / flags and sabers and
more, / yes, an entire army / that is what I wish. (2) Bring us
dear Santa, / bring tomorrow to us, bring / a stable filled with
animals, / shaggy bear and panther, / horse and donkey, sheep and
bull, / plenty of nice things. (3) But you know our wishes / know
our hearts. / Children, Father, Mother, / even grand papa / all
of us are here / waiting and pining for you.
Since the beginning does not quite correspond with the Christmas
message of peace on earth the first two verses were
later rewritten by Hilger Schallhehn:
(1) Santa is coming tomorrow / bringing all his gifts. / Colorful
lights, silver decoration, / Child in manger, sheep and bull, /
shaggy bear and panther / that is what I wish. (2) Bring us, dear
Santa / bring tomorrow to us, bring / a lovely railway set / farm
with chicken and rooster / a gingerbread man, / plenty of nice things.
This version combined with the melody of a French society song
made the poem enter the list of merrily enjoyed Christmas carols
( Weihnachtslieder).
Santa owes his red coat to the Coca-Cola-Company. In 1932 it commissioned
the graphic artist Haddon Sundblom
to give Santa a likeable outfit to help them sell their refreshing
beverage. Sundblom's chubby cheeked grandfather figure – with a long white
beard, in a red coat trimmed with white fur – has marked our
image of Santa Claus and these days offers the
|