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Stephansdom, Wien


Offizieller Name: Republik Österreich, Republic of Austria – Hauptstadt: Wien – Lage: 47° 20' Nord 13° 20' Ost – Fläche: 83.870 km²Bevölkerung: 8.174.762 (Juli 2004) – Kinder im bescherungspflichtigen Alter: 1.299.240 (15,9%), davon 665.680 Jungen und 633.560 Mädchen – Religionszugehörigkeit: römisch-katholisch 74%, protestantisch 5%, muslimisch 4% – Muttersprache: Deutsch – Währung: 1 Euro = 100 Cent – EU-Beitritt : 1995 – Sitze im EU-Parlament: 18 Official designation: Republik Österreich, Republic of Austria – Capital: Vienna – Location: 47° 20' North 13° 20' East – Area: 83,870 km²Population: 8,174,762 (July 2004) – Number of children old enough to receive Christmas gifts: 1,299,240 (15.9%), of which 665,680 boys and 633,560 girls – Religious confession: Roman-Catholic 74%, Protestant 5%, Muslim 4% – Native language: German – Currency: 1 Euro = 100 Cent – Joined the EU: 1995 – Seats held in EU Parliament: 18


Die österreichischen Weihnachtsbräuche – von der Festtagsspeis bis zu den Liaderln – sind denen in Deutschland eng verwandt. Vielfach reichen die Traditionen dort aber noch weiter in die Vergangenheit zurück. Wenn die Dresdner mit ihrem Striezelmarkt stolz auf den ältesten Weihnachtsmarkt Deutschlands sind (seit 1434!), können die Wiener nur müde lächeln, ist doch ihr Christkindl-Markt auf das Jahr 1294 zu datieren. Damals erteilte Herzog Albrecht II. (†1358) den Wiener Händlern und Kleingewerbetreibenden das Privileg zur Abhaltung eines „Dezembermarktes“. Im 16. Jahrhundert „Thomasmarkt“, im 18. Jahrhundert „Nikolomarkt“ geheißen, hatte der Wiener Christkindl-Markt durch die Jahrhunderte einen guten Ruf für Kunden und Händler weit über die Stadtgrenzen hinaus. Nachdem sich seit der Zeit des Wiener Kongresses um 1814 die Sitte der Bescherung auch in Österreich verbreitete, diente der Christkindl-Markt nicht mehr nur der Grundversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen in der kalten Jahreszeit. Im Angebot waren nun auch vorweihnachtliche Waren wie Rauschgoldengel, versilberte Nüsse, Kerzen, verzierte Geldbeutel, Kugelschnüre, Lametta und vieles andere mehr. Heute besuchen alljährlich ca. drei Millionen Menschen den Markt, der seit 1975 auf dem Wiener Rathausplatz abgehalten wird, davon 500.000 Gäste aus dem Ausland.

Eine österreichische Spezialität sind die Festivitäten zu Ehren der Heiligen Barbara Markt am 4. Dezember, die hier als Schutzpatronin der Kanoniere und Bergleute besonders verehrt wird. Großer Anteilnahme der katholischen Bevölkerung erfreut sich etwa alljährlich die feierliche Entzündung der vier Meter hohen Artilleristenkerze in der Wiener Votivkirche. Auch das Brauchtum zum Nikolaus -Tag am 6. Dezember nimmt vielerorts geradezu sportliche Formen an, so beim Klabaufgehen in Matrei (Osttirol) oder beim Bartellauf in der Steiermark. In der Vorarlberger Gegend erwarten noch heute manche Kinder den Nikolaus und seinen Knecht Rupprecht mit dem Klosahölzle, einem Klotz, in den sie ihre Gebete und guten Taten eingeritzt haben. Je mehr Kerben das Klötzchen aufweist, desto braver war das Kind und desto großzügiger wird es mit Leckereien bedacht.

Berühmt und einen Besuch wert sind viele uralte Krippen in Österreich. Rund um das romantische Steyr kann man bei der Kripperl-Roas gleich neun verschiedene Krippen besichtigen, so die mit 778 Figuren und 58 m2 Fläche größte Krippe der Welt, die Pöttmesser Krippe Auch das Steyrer Kripperl im Bürgerspital der oberösterreichischen Gemeinde, die alljährlich offiziell den Namen „Christkindl-Stadt“ tragen darf, ist als ältestes noch spielendes Stockpuppen-Theater mit über 200 beweglichen Puppen eine bekannte Touristen-Attraktion nicht nur in der Weihnachtszeit.

In den Gasthäusern des Salzkammergutes wird zu Weihnachten in gemütlicher Runde das Krambambulibrennen veranstaltet, bei dem Zucker in angezündetem Schnaps eingeschmolzen wird.

Karlskirche

Viele österreichische Kinder glauben, dass das Christkind ganz in ihrer Nähe lebt, nämlich in Oberösterreich im Ortsteil Unterhimmel des Städtchens Christkindl in der Nähe von Steyr – und das mit gutem Grund! Dort residiert es, in Wachs gegossen, in der Wallfahrtskirche „Zum gnadenreichen Christkindl im Baum unterm Himml“. Und das bereits seit dem Ende des 16. Jahrhunderts! Damals nämlich kaufte der tief gläubige Ferdinad Sertl, ein von epileptischen Anfällen geplagter Kapellmeister, ein aus Wachs geformtes Christkind und versteckte es am Steyrufer in einem ausgehöhlten Fichtenstamm. Sertls Anfälle verschwanden bald völlig, und so schrieb er diese wundersame Heilung dem wächsernen Bildnis zu. Dies sprach sich schnell herum, und bald erhielt der Ort um die Fichte immer stärkeren Zulauf von Kranken und Not Leidenden von überall her. So errichtete der Abt Anselm Angerer im Jahre 1708 dort rund um den Baum eine Kapelle. Der ursprüngliche Fichtenstamm bildet noch heute den Mittelpunkt des Altars.

Seither ist Christkindl ein bekannter Wallfahrtsort. Neben der Kapelle gibt es dort seit 1950 ein Sonderpostamt, das in jedem Jahr zwischen dem ersten Adventssonntag und dem 6. Januar geöffnet ist. Über dieses Postamt geschickte Sendungen werden mit einer Sondermarke und einem Christkindl-Sonderstempel versehen – ein offenbar international sehr beliebter Service, denn in den letzten fünfzig Jahren wurden über 72 Millionen Abstemplungen in dieser betriebsamen „himmlischen Werkstätte“ der Österreichischen Post gezählt. Ab dem 1. Advent kann man das Christkindl-Postamt auch im Internet besuchen (www.christkindl.at).

In Salzburg, in der Steingasse 9, wurde am
11. Dezember 1792
Joseph Mohr geboren, der Dichter des wohl berühmtesten Weihnachtslieds der Welt: Stille Nacht. In Mohrs Geburtshaus kann man sich über die erst in neuester Zeit erforschte Entstehungsgeschichte des Liedes informieren und ein Faksimile der eigenhändigen Urschrift von Stille Nacht, heil’ge Nacht erwerben, versehen mit dem Datum 1816.

Austrian Christmas customs – from Festtagsspeis to Liaderln – are very similar to those in Germany (Deutschland). Frequently, the traditions date back much farther.

Die Alpen

If the citizens of Dresden and their Striezel fair are proud to host the oldest Christmas market in Germany (since 1434!), the Viennese ignore this with a faint smile, as their Christkindl market (Weihnachtsmarkt) dates back to 1294. At the time, Duke Albrecht II. (†1358) issued the privilege to the Viennese traders to hold a “December market”. Named “Thomas market” in the 16th century, and “Nikolo market” in the 18th century the Viennese Christkindl market enjoyed an excellent reputation among customers and traders far beyond the city’s borders for centuries. Ever since the days of the Viennese congress around 1814, the custom of giving gifts (Bescherung) spread even to Austria and the Christkindl market no longer served to provide basic food and commodities to the people during the cold time of the year alone. Its offer now also included pre-Christmas goods such as Rauschgoldengel ( Rauschgoldengel), silvered nuts (Nüsse), candles ( Kerzen), embellished purses, beaded strings, lametta (Lametta) and much more. Today, every year, some three million people, including around 500,000 visitors from abroad, come to this market (Markt), which since 1875 is staged on the town hall square in Vienna.

An Austrian speciality is the festivities held in honour of Saint Barbara (Barbara) on December 04, who is much revered as the patron saint of the gunners and miners. The annual lighting of the four metre high artillery candle in the Viennese votive church enjoys major participation by the Catholic population. Also, the custom on Nicholas (Nikolaus) day on December 06 is taking on almost sportive dimensions in many places, such as during Klabaufgehen in Matrei (East Tyrol) or the Bartellauf in Steiermark. Until today, the Vorarlberg area has many children anticipate Nicholas and his Knecht Rupprecht (Rupprecht) with the Klosahölzle, a log into which they carved their prayers and good deeds. The more grooves the log has, the better behaved the child was and the more generously it will be showered with yummies.

Famous and well worth a visit are the many heritage nativity scenes in Austria. A total of nine cribs (Krippen) set in the romantic Steyr area can be toured at the Kripperl-Roas, as can the largest nativity scene in the world the so-called Pöttmesser crib, with some 778 characters and measuring around 58m2 in space. The Steyrer Kripperl in the citizen’s hospital of Upper Austrian, which every year may officially bear the name of “Christkindl city”, is the oldest still playing stick puppet theatre, with more than 200 mobile puppets, and a well-known tourist attraction not only at Christmas.

In the guest houses of Salzkammergut the Krambambulibrennen, where sugar is melted into schnapps that has been lit, is staged at Christmas in a cosy round.

Many Austrian children believe that the Christ-child (Christkind) lives in their immediate vicinity, namely in Upper Austria in the district of ‘Below Heaven in Christkindl city near Steyr’ – and this for a good reason! There it resides, cast in wax, in the pilgrimage church of “Zum gnadenreichen Christkindl im Baum unterm Himml” [‘To the gracious Christ-child in the tree below heaven]. And has been since the end of the 16th century! The then deeply religious Ferdinad Sertl, a bandmaster plagued by epilepsy, bought an infant Jesus formed out of wax and hid it by the banks of the river Steyr in a cavity of a spruce. Sertl’s fits soon ceased completely, and he prescribed this miraculous cure to the waxen image. Word spread quickly about this and soon the city around the spruce received more and more visits from the sick and poorly coming in from everywhere. The abbot Anselm Angerer set up a chapel around the tree in 1708. The original trunk of the spruce still forms the centre of the altar.

Ever since, Christkindl has been a renowned place of pilgrimage. There has been a special post office next to the chapel since 1950, which is open every year between the first Advent Sunday and the 6th January. Mail sent via this post office has a special stamp and Christkindl postage stamp – internationally seemingly a very popular service, as over the past fifty years more than 72 million postage stamps have been counted in this “heavenly workshop” of the Austrian mail service. As of the first of Advent the Christkindl post office can also be found on the Internet (www.christkindl.at).

In Salzburg, in Steingasse 9, Joseph Mohr was born on December 11, 1792 the poet of what must be the most famous Christmas carol (Weihnachtslied) in the world: Silent Night (Stille Nacht). More recently, information regarding the origins of this carol can be obtained at Mohr’s birth house, and a facsimile of the original Silent Night, Holy Night dated 1816 is available for purchase.

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