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Unser Leser Peter Öchsle (nomen
est omen) aus Düsseldorf moniert, dass wir in unserem
Weihnachtslexikon lediglich den Esel berücksichtigt
haben, wo doch der Ochse als sein unzertrennlicher Begleiter
in jeder Weihnachtskrippe zur festen Besetzung gehört.
Asche über unser Haupt - aber vielleicht lag das
daran, dass der Esel auch bei der Reise von Maria und
Josef nach Bethlehem und bei der anschließenden
Flucht nach Ägypten eine Rolle spielt, während
der Ochse nur in der Krippe auftritt und anschließend
irgendwo auf der Strecke bleibt. Aber einerlei: Was
es über das unzertrennliche Paar im Zusammenhang
mit Christi Geburt zu sagen gibt, tragen wir hiermit
pflichtschuldigst nach
(Donnerstag, 18.12.03):
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Ochs und Esel,
untrennbar mit den Ereignissen der heiligen Nacht verbundenes Tierpaar.
In der
Weihnachtsgeschichte
nach den Evangelien von LUKAS
und MATTHÄUS
kommen sie nicht vor, dort sind als einzige Säugetiere die
Schafe und Ziegen der
Hirten
vertreten. Erst im apokryphen Evangelium des Pseudo-MATTHÄUS
aus dem 8. oder 9. Jahrhundert heißt es: Am dritten
Tag nach der Geburt unseres Herrn JESUS
CHRISTUS trat die seligste
MARIA
aus der Höhle, ging in einen
Stall
hinein und legte ihren Knaben in eine
Krippe,
und Ochs und
Esel
beteten ihn an. Da erfüllte sich, was durch den Propheten JESAJA
verkündet worden ist. Im Alten Testament heißt
es nämlich: Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel
die Krippe seines Herrn; Israel aber hat keine Erkenntnis, mein
Volk hat keine Einsicht. (JESAJA
1,3). In späterer Zeit wurde
der Ochse als Repräsentant für die Juden angesehen, der
Esel hingegen steht demnach für die Heiden. Die beiden Tiere
repräsentierten also für die Christenheit zwei ältere
Religionsformen, die durch die Geburt JESU
überwunden wurden. - Auf bildlichen Darstellungen der Krippenszene
sieht man oft MARIA
und
JOSEF im Zustand völliger Erschöpfung oder gar schlafend
nach den Strapazen der weiten Reise, der Herbergsuche und der Geburt
dargestellt, während Ochs und Esel sich über das schutzlos
in der Krippe liegende Christkind beugen, das immerhin ihre Futterstelle
vereinnahmt. Dass die Tiere dem Gottessohn dennoch nichts zu Leide
tun, wurde im Spätmittelalter unter dem Einfluss der franziskanischen
Mystik als ein Symbol der Versöhnung zwischen Tier- und Menschenwelt
durch die Geburt Christi gewertet.
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Our reader Peter Öchsle from Düsseldorf
laments that our Christmas lexicon only takes the donkey
into account, whereas the ox as his inseparable partner
is a firm team member of any nativity scene. Our fault
- but maybe because the donkey also plays a major role
during the trip of Maria and Josef to Bethlehem as well
as during the following flight to Egypt, whereas the
ox only occurs at the crib, only to get lost along the
way. Anyhow: Whatever can be reported about this inseparable
couple in conjunction with the birth of Christ we hereby
dutifully add
(Thursday, 18.12.03):
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Ox and donkey,
animal pair linked inseparably with the events of the holy night.
According to the Christmas story (
Weihnachtsgeschichte)
in the gospels of Luke and Matthew they do not occur. The only mammals
named are the sheep and the goats of the shepherds (
Hirten).
Only in the apocryphal gospel of Pseudo MATTHEW
from the 8th or 9th century does it say: On the third day
after the birth of our lord JESUS
CHRIST holy
MARIA
came from the cave and entered the stable (
Stall)
and placed her child into a crib (
Krippe)
and the ox and the donkey (
Esel)
adored him. This was the fulfillment of what Isaiha had prophesied.
In the old testimony it says: The ox knows his owner, And
the donkey his master's crib; But Israel doesn't know, My people
don't consider. (ISAIHA
1,3). In later times the ox was
seen as a representative of the Jews, the donkey, on the other hand
therefore stands for the pagans. The two animals thus represented
for Christianity two older forms of religion which were overcome
by the birth of JESUS.
-Illustrations of the nativity scene often show MARIA
and
JOSEF completely exhausted or even sleeping following the
strains of the long journey, the search for accommodation and the
birth, whereas the ox and donkey bend over the Christ child lying
in the crib without any protection, actually taking up their feeding
point. That the animals nonetheless do not inflict any harm on God's
child was later appreciated under the influence of Franciscan mysticism
as a symbol of reconciliation between the world of animals and man
by the birth of Christ.
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