Nikolaus, St., Bischof (* um 280 † zwischen 343 und 351), wurde als junger Mann (um 300) Bischof von Myra und geriet 310 im Zuge der Christenverfolgung unter Galerius Valerius Maximus in Gefangenschaft. 325 trat er, von der Folter noch schwer gezeichnet, auf dem Konzil von Nicäa auf. Nikolaus galt zu seinen Lebzeiten als überaus mildtätig. Alles, was er besaß und darüber hinaus noch erbetteln konnte, verschenkte er an Arme und Kinder. Die Gebeine des Heiligen ruhten bis zum Jahr 1087 an seinem Sterbeort Myra (in der heutigen Türkei), dann wurden sie gestohlen und nach Bari in Italien verbracht, wo sie sich noch heute befinden. - Schon im 13. Jh. entwickelte sich der heutige Nikolausbrauch, nach dem der Schutzheilige der Bettler (oft in Gesellschaft seines Knechts Ruprecht) abends am 6. Dezember, seinem Todestag, in Erscheinung tritt und bei den Kindern eine Gewissensprüfung vornimmt. Für die braven Kinder hat er Gaben (meist Süßigkeiten) im Gepäck, den bösen Kindern drohen Schläge mit der Rute. Wenn er - wegen Arbeitsüberlastung - nicht höchstpersönlich erscheinen kann, lässt er seine Geschenke in den Stiefeln der Kinder zurück, die diese vor die Tür gestellt haben. - Aus dem Nikolaus entwickelte sich in neuester Zeit die säkularisierte Gestalt des  Weihnachtsmanns.

Nicholas, St. - Bishop (* around 280 † between 343 and 351), became the Bishop of Myra as a young man (around 300) and was imprisoned in 310 during the persecution of the Christians under Galerius Valerius Maximus. In 325, still marked severely by torture, he appeared at the Council of Nicae. When alive, Nicholas was considered to be highly charitable. Everything he owned and anything he could beg for he gave to the poor and to the children. The mortal remains of the Saint rested until 1087 in Myra (in today's Turkey), where he had died, and were then stolen and taken to Bari in Italy, where they remain until today. - Today's St. Nicholas custom started during the 13th century already, according to which the patron saint of the beggars (often in the company of his servant Ruprecht) on the evening of December 6, the day of his death, appears and checks the conscience of the children. For those who were good he has gifts (usually candy) with him, but children who were not obedient could expect to be caned. If he - because of the heavy workload - could not appear in person, he leaves his gifts behind in the boots of the children who had left them in front of the door. - Nicholas more recently developed into the secularist character of Santa Claus ( Weihnachtsmann).

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