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Colosseum, Rom


Offizieller Name: Repubblica Italiana – Hauptstadt: Rom – Lage: 42° 50' Nord 12° 50' Ost – Fläche: 301.230 km². Bevölkerung: 58.057.477 (Juli 2004) – Kinder im bescherungspflichtigen Alter: 8.117.511 (14%), davon 4.181.946 Jungen und 3.935.565 Mädchen – Religionszugehörigkeit: römisch-katholisch, protestantisch, jüdisch, muslimisch – Muttersprache: Italienisch – Währung: 1 Euro = 100 Cent – EU-Beitritt: 1958 – Sitze im EU-Parlament: 78. Official designation: Republic of Italy – Capital: Rome – Location: 42° 50' North 12° 50' East – Area: 301,230 km². Population: 58,057,477 (July 2004) – Number of children old enough to receive Christmas gifts: 8,117,511 (14%), of which 4,181,946 boys and 3,935,565 girls – Religious confession: Roman-Catholic, Protestant, Jewish, Muslim – Native language: Italian – Currency: 1 Euro = 100 Cent – Joined the EU: 1958 – Seats held in EU Parliament: 78.


Wie in Dänemark und Schweden, so wird auch in Italien am 13. Dezember der St. Lucia gedacht. Schließlich war Syrakus auf Sizilien ihr Geburtsort, und hier war sie zunächst auch begraben. Aber die posthume Geschichte dieser Heiligen ist eine echte Abenteuerreise. Als um das Jahr 800 Syrakus in die Hände der Araber fiel, wurde ihr Leichnam bis zum Jahre 1040, als die Byzantiner Sizilien zurückeroberten, in den Katakomben versteckt. Der byzantinische General Giorgio Maniace brachte den Reliquienschrein mit den sterblichen Überresten der Lucia nach Konstantinopel, um sie der Kaiserin Theodora zu übergeben. Im Jahre 1204 wurde Konstantinopel dann von venezianischen Kreuzrittern erobert, und wieder musste sich Lucia auf die Reise machen. In Venedig fand sie in einer herrlichen Kirche auf der Insel San Giorgio für die nächsten 650 Jahre ihren Frieden. Als die Kirche aber 1860 abgerissen wurde, um Platz für eine Eisenbahnstation zu schaffen, wurde sie noch einmal umgebettet und hat nun in der Kirche Ss. Geremia e Lucia in Venedig ihre letzte Ruhestätte gefunden. Bei einer so reisefreudigen Heiligen wundert es nicht, dass auch der Brauch ihrer Verehrung weite Verbreitung bis in den hohen Norden Europas fand. In Italien wird zum Gedenken an St. Lucia am 13. Dezember vielerorts eine Mahlzeit für die Armen, torrone die poveri zubereitet und verteilt. Sie besteht aus Kichererbsen, die mit Zucker gekocht werden, bis daraus eine feste Masse entsteht.

Eine weniger hübsche, aber von den Kindern in Italien trotzdem ungeduldig erwartete Gestalt ist die Hexe La Befana, deren Name sich von dem griechischen Wort
Epiphanias für „Erscheinung“ herleitet. Der 6. Januar wurde nämlich früher auch als der Tag der Taufe Jesu im Jordan gefeiert. Ursprünglich fand die Bescherung in Italien nicht zu Weihnachten, sondern erst zu Epiphanias, am Dreikönigstag statt. Wenngleich sich auch die Italiener inzwischen den Weihnachtsstandards des übrigen Europa angepasst haben und ihre lieben bambini bereits zum Fest von San Nicola und am 1. Weihnachtstag zu il bambinello Gesu beschenken, so würden trotzdem reichlich Tränen fließen, wenn nicht auch am 6. Januar die an den Kamin gehängten Söckchen prall mit Süßigkeiten gefüllt würden. Dies ist die Pflicht der guten Hexe Befana, deren Ursprung vermutlich in heidnischem Brauchtum wurzelt. Einige Mythologen führen sie gar auf Hekate zurück, die griechische Göttin der Unterwelt. Dennoch gibt es eine alte Geschichte, die La Befana mit der Geburt des Jesuskinds in Verbindung bringt. Demnach soll sich die Hexe zu spät auf den Weg gemacht haben, um dem Kind in der Krippe gemeinsam mit Kaspar, Melchior und Balthasar ihre Geschenke zu bringen. Als sie endlich aufbrach, war der Stern von Bethlehem bereits erloschen und konnte ihr den Weg zu der Krippe nicht mehr weisen. Seither irrt sie alljährlich am Dreikönigstag durch die Welt und vermutet in jedem Haus das Jesuskind. Obwohl sie eine hässliche Hexe ist, erfreut sie also beinahe jedes Kind mit ihren Gaben. Nur ausgesprochene Lausbuben werden gelegentlich enttäuscht, weil La Befana in ihren Socken bloß schwarze Kreide, die gefürchtete Carbonata hinterlassen hat. (Und selbst die besteht in unseren kinderfreundlichen Zeiten in aller Regel aus Lakritz.)

Panetone - italienischer Weihnachtskuchen

Eine kulinarische Besonderheit des italienischen Weihnachtsfestes ist der berühmte Früchtekuchen Panetone, von dem Lästermäuler behaupten, er sei leicht zu backen, aber schwer zu verdauen. Wie bei vielen mächtigen Leckereien liegt aber auch das Geheimnis beim Panetone-Verzehr in der vornehmen Mäßigung.



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Herr Giancarlo Colombo aus Mailand wies uns darauf hin, dass der beliebte italienische Weihnachtskuchen “Panettone” mit zwei T geschrieben wird. Wir haben den Fehler natürlich umgehend berichtigt – und wollten es außerdem genau wissen: Woher kommt denn eigentlich das Wort Panettone?

Unsere Recherchen ergaben, dass die Süßigkeit erstmals im Jahre 1820 in Mailand aus dem Ofen gezogen wurde, und zwar von einem Bäcker namens Antonio „Tonio“ Cova. Dieses „Brot des Tonio“ heißt italienisch „pane di Tonio“, was schließlich verkürzt wurde zu „Panettone“.

Woher nun aber das zweite T kommt, blieb vorläufig dennoch ein Rätsel. Also wandten wir uns per E-Mail an Herrn Colombo in Mailand, schließlich sitzt er ja sozusagen an der Panettone-Quelle. Und tatsächlich konnte er unseren Wissensdurst stillen: „Da die Geschichte in Mailand spielt, wurde der Kuchen zunächst im Mailänder Dialekt ,pan del Toni‘ genannt. Später wurde das zu ,panetun‘ verkürzt. Bei der Übernahme aus dem Mailänder Dialekt ins ,Hochitalienische‘ ist dann das zweite T hinzugekommen.“ Einer anderen Quelle ( www.wdr.de/...)
haben wir allerdings entnommen, dass das Dialektwort aus Mailand schon ein Doppel-T hatte und ,panattun’ lautete. Es ist wie so oft: Je länger man recherchiert, desto mehr verschiedene „Wahrheiten“ bekommt man heraus.

Herr Colombo hatte noch ein paar weitere interessante Informationen zum Panettone für uns. Erstens reklamierte er, dass der italienische Weihnachtskuchen mitnichten schwer verdaulich sei! Jedenfalls nicht, wenn er nach dem Originalrezept des Antonio Cova gebacken wird. Toni war übrigens noch Lehrling, als er durch ein Versehen – er gab zu viel Hefe zum Teig – das Panettone-Rezept „erfand“.

Die vorgeblichen Probleme mit der Verdaulichkeit, die wir den Lästermäulern abgelauscht hatten, ergeben sich vermutlich wirklich nur nach übermäßigem Genuss. Damit es dazu gar nicht erst kommt, verlangen die Urenkel von Antonio Cova in Mailand einen schwindelerregend hohen Preis für ihren Panettone. Man muss nämlich wissen, dass das 1823 in der via Montenapoleone 8 vom Panettone-Erfinder persönlich gegründete Caffè Cova bis zum heutigen Tage an gleicher Stelle existiert und, was feinen (und teuren) Kuchengenuss unter pompösen Kronleuchtern und im Fin-de-Siècle-Dekor angeht, die erste Adresse der Stadt ist.

 

 

Just like in Denmark(Dänemark) and Sweden (Schweden), Italy also pays tribute to St. Lucia on December 13. After all, Syracuse in Sicily was her birthplace and initially, this is where she was buried. But the posthumous story about this Saint is a genuine adventure.

When Syracuse fell into the hands of the Arabs around the year 800, her body was hidden in the catacombs until the year 1040, when the Byzantines reconquered Sicily. The Byzantine general Giorgior Maniace brought the reliquary with the mortal remains of Lucia to Constantinople, to give them to Empress Theodora. In 1204 Constantinople was then conquered by Venetian crusaders and Lucia once again had to take a trip. In Venice she found a wonderful church on the island of San Giorgio and peace for 650 years. Once the church was torn down in 1860 to make space for a railway station, she was once again shifted and has now found her final resting place in a church in Ss. Geremia e Lucia in Venice. It comes as no surprise with such a travel-happy Saint that the custom of admiring her was widespread, all the way to Europe’s farthest north. In Italy, in honour of St. Lucia on December 13, many places have a meal prepared for the poor, torrone die poveri and hand it out to them. It is made of chic peas boiled in sugar until it is firm.

A not quite so pretty but still eagerly anticipated character is the witch La Befana, whose name is derived from the Greek word Epiphanias (Epiphanias), meaning ‘appearance’. January 06 used to be celebrated in Jordan as the day on which Jesus was baptised. Originally the giving of gifts in Italy did not take place at Christmas, but only on Epiphanias, the day of the Three Wise Men. Even if Italians by now have fallen in line with the rest of Europe and give presents to their dear bambini on the feast of San Nicola and on Christmas day on the occasion of il bambinello Gesu, there would still be plenty of tears if the little stockings hanging from the chimney were not filled with plenty of sweets on January 06. This is the duty of the good witch Befana, the origin of whom is presumably rooted in pagan tradition. Some mythologies even take her back to Hekate, the Greek goddess of the underworld. But still, there is an old story which links La Befana with the birth of the infant Jesus. According to this, the witch had set out too late to present her gifts to the child lying in the crib jointly with Caspar, Melchior and Balthasar. Once she finally set out the star (Stern) of (Bethlehem) was no longer to be seen and hence could not guide her to the crib (Krippe). Ever since she has been wandering around the world on the day of the Tree Wise Men, in the hope of finding the infant Jesus. Although she is an ugly witch she pleases almost every child with her gifts. Only extreme little rascals are occasionally disappointed because La Befana left nothing but black chalk, the much feared Carbonata, in their socks. (And in these our child-friendly days, this usually tends to be liquorice).

A culinary speciality of Italian Christmas is the famous Panetone fruit cake, of which malicious tongues say that it is easy to bake but hard to digest. But as always, the secret behind consuming Panetone lies in moderation.



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Mr Giancarlo Colombo from Milan pointed out that the popular Italian Christmas cake ‘panettone’ was spelt with two t’s. We amended the mistake immediately, of course – and we also wanted to know precisely where the word panettone actually came from.

Our research showed that the sweetmeat was first taken out of the oven in Milan in 1820, by a baker called Antonio “Tonio” Cova. In Italian, “bread of Tonio” is “pane di Tonio”, eventually shortened to “panettone”.

The origin of the second ‘t’, however, remains, as yet, a mystery. So we sent an e-mail to Mr Colombo in Milan, who is, after all, at the source of panettone, so to speak. And he was indeed able to quench our thirst for knowledge. “Since the whole story took place in Milan, the cake was first called in the Milanese dialect ‘pan del Toni’. Later, this was shortened to ‘panetun’. When the word was taken over from the Milanese dialect and adopted into ‘high Italian’, it got an extra ‘t’. From another source, however, ( www.wdr.de/...) we found out that the word in the Milanese dialect had always been spelt with double ‘t’ and was called ‘panattun’. As usual, the longer you look, the more different ‘truths’ you find.

Mr Colombo had a few more interesting snippets of information regarding panettone for us. Firstly, he claimed that the Italian Christmas cake was by no means hard to digest! At least, it wasn’t if it was baked according to Antonio Cova’s original recipe. Tonio was, incidentally, still an apprentice when he “invented” the panettone recipe by mistake – he added too much yeast to the dough.

The ostensible problems with digestibility which we have heard detractors talk about probably only arise after over-indulging. So that it doesn’t come to that, Antonio Cova’s great-granchildren demand astronomically high prices for their panettone. Caffe Cova, the café founded by the inventor of panettone at via Montenapoleone 8 in 1823, is still in the same place today. And as far as the enjoyment of choice (and expensive) cakes under grandiose chandeliers in rooms with fin-de-siècle décor is concerned, it is the town’s top-class establishment.

 

 

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